Über das Projekt
Das sind die wissenschaftlichen Teilbereiche des [pane]-Projekts:
Den sozialen Effekten von Solidarischer Landwirtschaft widmet sich Armin-Laszlo Halbach mit Unterstützung von Justus Schmidt. In Fokusgruppen und Online-Befragungen untersuchen sie die Motivationen, Hürden und Auswirkungen der Mitwirkung für die Mitglieder der 15 SoLawi-Initiativen in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.
Kristina Steinmar untersucht die Arbeitsrealitäten der Menschen, die in einer SoLawi tätig sind, sowie die erforderlichen Kompetenzen für die SoLawi-Arbeit. Mittels Fokusgruppen, Interviews und Online-Umfragen mit den 15 [pane]-Praxispartnern und weiteren SoLawi-Initiativen aus dem Netzwerk Solidarische Landwirtschaft werden die unterschiedlichen Perspektiven der SoLawi-Beschäftigten erfasst. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für dauerhaft tragfähige Arbeitsbedingungen in der Solidarischen Landwirtschaft zu identifizieren.
Die ökologischen Effekte von SoLawi untersucht Hannah Sachße mit Unterstützung von Carla Kölling in einem Citizen-Science-Ansatz. Sie beziehen die Mitglieder aller 15 Partner-SoLawis in die Dokumentation der Bodengesundheit auf ihren Anbauflächen ein. Dazu leiten sie die Mitglieder an, ökologische Daten auf den SoLawi-Flächen zu sammeln und entwickeln hierfür die [pane]-Citizen-Science-App.
Halbjährliche professionelle bodenkundliche Messungen auf den Flächen von fünf ausgewählten SoLawi-Initiativen führt Dr. Frederick Büks mit Unterstützung von Carlotta Kollmann durch. Sie dokumentieren die Wirkungen ökologischer Bewirtschaftung auf das Bodenleben, den Humusaufbau, die Wasserspeicherfähigkeit und Erosionsstabilität der Böden, um damit die Citizen-Science-Daten zu validieren.
In Zusammenarbeit mit Sophie Ewert vom Museum für Naturkunde Berlin werden die Vogelpopulationen auf den Flächen der 15 SoLawi-Praxispartner mithilfe verschiedener Citizen-Science-Methoden erfasst. So dokumentiert das [pane]-Projekt die Biodiversität auch über das Bodenleben hinaus.
Die Auswirkungen von Solidarischer Landwirtschaft auf nachhaltige Regionalentwicklung in ländlichen Regionen Ostdeutschlands werden von Prof. Dr. Katharina Beyerl untersucht. Sie widmet sich den Lebensbedingungen, Zukunftsperspektiven und Ansätzen für nachhaltige Regionalentwicklung. Dazu wird sie zum einen Personen aus Kommunal-, Regional- sowie Landesverwaltungen interviewen und andererseits eine repräsentative Befragung der Menschen im ländlichen Ostdeutschland durchführen. Zwischenergebnisse des gesamten [pane]-Teams integriert sie zudem in Dialoge und Workshops mit verschiedenen Akteur*innen.