Während ihres Praktikums am RIFS in Potsdam beschäftigte sich Hannah Schwering mit der Mitgliederbeteiligung in SoLawi-Initiativen und zeigte so die Bedeutung sozialer Strukturen für diese auf.
Eine Besonderheit der Solidarischen Landwirtschaft ist, dass sich Mitglieder in der Regel durch Mithilfe auf dem Acker oder bei der Koordination der Abläufe in der SoLawi-Initiative einbringen können. Diese Mitgliederbeteiligung stand im Fokus des Praktikums von Hannah Schwering, das sie im Sommer 2025 im Rahmen des [pane]-Projekts am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) in Potsdam absolvierte. Sie wertete einen Datensatz mit Merkmalen von 84 SoLawi-Initiativen aus, der im Rahmen einer von Armin-Laszlo Halbach mitbetreuten Masterarbeit an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde entstanden war.
Es zeigte sich, dass der Anteil der aktiv beteiligten Mitglieder bei denjenigen SoLawi-Initiativen höher ausfiel, die informelle soziale Aktivitäten wie Hoffeste oder Kulturveranstaltungen anbieten. Das Gleiche galt für SoLawi-Initiativen, die einen gewissen Grad bzw. Umfang an Mitgliederbeteiligung verbindlich vorgeben. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass soziale Strukturen durchaus einen bedeutenden Einfluss auf das Engagement der SoLawi-Mitglieder haben können. Die ausführlichen Ergebnisse des Praktikumsprojekts wurden in einem Blogartikel auf der Website des RIFS veröffentlicht.